„Sterne des Sports“ 2020

Siegerehrung

Die VR Bank in Holstein und die Bürgerstiftung VR Bank in Holstein verleihen gemeinsam mit dem Kreissportverband Pinneberg (KSV) die „Sterne des Sports“.


„In diesem Jahr ist alles anders!“ Diese Aussage dürfte auf so viele Dinge und Veranstaltungen passen, die durch die Corona-Pandemie 2020 beeinflusst worden sind und noch immer werden. So auch der diesjährige „Sterne des Sports“-Wettbewerb im Geschäftsgebiet der VR Bank in Holstein. Beginnend damit, dass aufgrund des Corona-Ausbruchs in Deutschland im März, die bundesweite Bewerberzeit für die Vereine um einen Monat reduziert wurde. So hatten die Teilnehmer zwar bis zum 30. Juni Zeit sich zu bewerben, jedoch erst ab 01. Mai. Dazu kam die Herausforderung in den Vereinen erst einmal auf das Infektionsgeschehen und die angeordneten Maßnahmen seitens der Regierung und Behörden zu reagieren. Und doch haben 12 Vereine ihre Bewerbung um die Sterne, die eine Förderung von Ehrenamt im Sport bedeutet oder besondere Projekte in den Vereinen auszeichnet, eingereicht. Eine Jury, besetzt aus Bank-, Bürgerstiftungs-, Kreisportverbands-, und externen Mitgliedern brüteten erstmals online über den tollen Projekten. Ebenfalls eine Neuerung, die im Rahmen der Pandemie umgesetzt wurde.

„Wir suchten Sportvereine in unserer Region, die durch gesellschaftliches Engagement überzeugen. Die Bandbreite reicht von besonderen Kinder- und Jugendsportgruppen über Programme zur Integration und Gesundheitsprävention bis hin zu Angeboten für Familien, Senioren und Schulen. Die Sieger werden mit den „Sternen des Sports“ in Bronze 2020 und attraktiven Geldprämien belohnt.“ berichtet Uwe Augustin, Jurymitglied und Vorstand der VR Bank in Holstein und der Bürgerstiftung VR Bank in Holstein. „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelingt die ersten Fünfplatzierten auszuzeichnen und dieses erstmals live im Internet zu übertragen.“

Denn auch die Siegerehrung am gestrigen Mittwoch, 15. Oktober der „Sterne des Sports“ läuft 2020 anders. Die Plätze 12-6 haben bereits im Vorfeld der Siegerehrung ihre Preisübergaben in kleinstem Personenkreis erhalten. Doch die ersten Fünf wollte die VR Bank in Holstein nicht um das Erleben einer feierlichen Auszeichnung mit Laudatio vom Kreissportverbandsgeschäftsführer Karsten Tiedemann sowie den besonderen Moment bei der Verkündigung der Platzierung, bringen. „Es ist wirklich gewöhnungsbedürftig, diese Siegehrung per Livestream zu veranstalten, doch sind wir froh, dass es die technischen Möglichkeiten zulassen und wir wenigstens etwas gemeinsam Jubeln können.“, so Tiedemann weiter. Den Glückwunsch-Handschlag gab es natürlich nicht, auch nur eine coronakonforme Entgegennahme der Siegerurkunden und -schecks…. Doch der Reihe nach:

Der KSV-Vorsitzender Sönke- Peter Hansen richtete zunächst in seinem Grußwort einen großen Dank an die Sportvereine, dass sie auch unter diesen widrigen Umständen, wie sie momentan herrschen, weiterhin durchhalten und ihre Angebote offenhalten. “Verlässlichkeit ist der Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Hansen, “Ich freue mich sehr, dass wir mit unseren robusten Strukturen und kreativen Organisatoren in den Vereinen dazu beitragen können.“ Die Verlässlichkeit zeige sich auch in der langjährigen Kooperation des Kreisportverbands mit der VR Bank in Holstein bei diesem Wettbewerb.

Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken werden die „Sterne des Sports“ bereits seit 2004 vergeben. Inzwischen hat sich der Wettbewerb zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, dessen alljährlicher Höhepunkt die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold in Berlin ist.

Die Veranstaltung wird von höchster politischer Ebene begleitet: In den vergangenen Jahren haben die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident die Bundessieger im jährlichen Wechsel persönlich ausgezeichnet.

Der Ortssieger erhält den „Großen Stern des Sports“ in Bronze und qualifiziert sich damit gleichzeitig für den Landeswettbewerb zum „Großen Stern des Sports“ in Silber.

Wer auch dort die Landesjury überzeugen kann, löst das Ticket zum Bundesfinale.

Mit von der Partie ist auch wieder die Bürgerstiftung VR Bank in Holstein, die die Platzierungen in Form von Geldspenden fördert.

Folgende Geldpreise gab es zu verteilen: 1. Platz mit € 2.000 zzgl. € 500 von der VR Bank in Holstein, 2. Platz mit € 2.000, 3. Platz mit € 1.000, 4. (Barmstedter MTV) +5. (SC Pinneberg) Platz mit je € 500, 6.-10. Platz (SSV Rantzau, Elmshorner Ruderclub, TSV Uetersen, Tennisverein Uetersen, ESC Klein Nordende) mit je € 250 und 11. -12. Platz (Reitverein Glückstadt u. TSV Uetersen Lauftreff) gab es pro Verein € 150.

Die Bürgerstiftung VR Bank in Holstein ist neben den Preisgeldern auch Jurymitglied und alljährlich an der Platzierung der Bewerber beteiligt. Seit 10 Jahren schon fördert sie Anträge und Projekte in der Region, auch außerhalb des Wettbewerbs „Sterne des Sports“. „Mich begeistert jedes Jahr aufs Neue das unglaubliche Engagement der Aktiven in den Vereinen, welches wir dann in den Projekten in den Bewerbungen sehen.“ erzählt Bettina Fischer.

Herausragende Bewerbungen gab es in diesem Jahr vom Elmshorner Schachclub v. 1896 e.V., Schützenverein Tornesch v. 1954 e.V. sowie vom VfL Pinneberg e.V. .

„Alles keine Unbekannten“, weiß Karsten Tiedemann zu berichten: „Diese Vereine sind stark in der Region und zum wiederholten Mal bei diesem Wettbewerb erfolgreich dabei.“ Der Geschäftsführer des KSV Pinneberg führte wie immer kurzweilig durch diese besondere Siegerehrung.

Über den 3. Platz, der mit 1.000 € dotiert ist, freut sich der Elmshorner Schachclub. Kinder – und Jugendschach hat sich, wie nebenbei, zum interkulturellen Schachtreff entwickelt. Durch gruppenweises Training in verschiedenen Altersklassen kommen Kinder, junge Leute und die Eltern zusammen. Die Kids lernen und trainieren Schach, die Eltern unterhalten sich und lernen sich kennen. Dabei spielt das Herkunftsland oder die Sprache keine Rolle, denn Schach ist eine internationale Sprache.

Der 2. Platz geht in diesem Jahr an den Schützenverein Tornesch. Die dort vergebenen 2.000 € werden in den weiteren Ausbau des Projekts „Schießen für Blinde und Sehbehinderte“ investiert. Was nach einem No-Go klingt, wird in Tornesch möglich:  blinde Menschen oder welche mit Sehbehinderung müssen nicht mehr automatisch ihr Hobby aufgeben. Dank der akustische Zieleinrichtung VIASS Pro und Pressluftgewehren können diese Menschen jetzt weiterhin auf 10 Meter Entfernung Schießen.

Den „Stern des Sports“ in Bronze erhält in diesem Jahr der VfL Pinneberg. Das Fördergeld von insgesamt 2.500 € wird für einen 12-seitigen Comic, erstellt von der Sportjugend des VfL, vergeben. Dieser befasst sich mit dem Thema Kinderschutz im Verein und wurde mit einer Auflage von 2.000 Stück herausgebracht. Der Comic klärt in Illustrationen verständlich und unverkrampft über den aktiven Kinderschutz auf. Was geht noch? Was geht eben nicht mehr? Dann heißt es, wie der Titel des Comic:s „Stopp! Nicht mit mir!“

„Wir sind sehr froh und dankbar über so viele tolle ehrenamtliche Leistung und sportliche Begeisterung in unserem Geschäftsgebiet“, berichtet Uwe Augustin abschließend, „Ohne diese Vereine und ihre Menschen und deren Tun dahinter, würde etwas in unserer Gesellschaft fehlen.“

Die Siegerehrung wurde per Livestream übertragen und zahlreiche User verfolgten diese außergewöhnliche Zeremonie. Zwar wünschen sich alle Beteiligten die persönliche und feierliche Siegerehrung im großen Rahmen zurück. „Doch wenn die Umstände besondere Maßnahmen verlangen, nutzen wir die Digitalisierung und ihre Möglichkeiten aus.“, so Augustin.


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