Die „sportstation“ im Einsatz
an der Bürgerschule Glückstadt

Mit der Bürgerstiftung VR Bank in Holstein und der sportstation – einem innovativen
Gerät für den Sportunterricht – werden Kinder spielerisch zu mehr Bewegung animiert!

Die Förderung von Sport und Bewegung Jugendlicher sollte ein Hauptziel – nicht nur von Schulen – sein. Gerade in Zeiten von Corona, aber auch danach, muss es unser aller Anliegen sein, Schülerinnen und Schüler in Bewegung zu bringen. Eine Möglichkeit für Schulen, auch in diesen besonderen Zeiten Kindern sinnvolle Bewegungsmöglichkeiten zu verschaffen, ist die „sportstation“.

Die „sportstation“ ist wie ein Computerspiel aufgebaut und ruft bei den Kindern exakt das gleiche Begeisterungsgefühl auf. Speziell entwickelte Spiele bringen selbst Sportmuffel dazu stundenlang motiviert Sport zu treiben und am Ende auch mal der bzw. die Beste zu sein.

Schulen, die bereits mit der „sportstation“ arbeiten, sind absolut davon überzeugt und möchten nicht mehr darauf verzichten. Auch viele Profi-Sportvereine, wie z. B. Real Madrid oder Bayern München, setzen die „sportstation“ in ihren Fußballschulen ein.

So auch die Bürgerschule Glückstadt, die das Gerät seit knapp zwei Wochen im Einsatz hat und es zum Beispiel auch schon für die Fahrradausbildung nutzt.

Am Donnerstag, 03 .Juni 2021, war die Bürgerstiftung VR Bank in Holstein, und der Entwickler persönlich, Wolfgang Alexander Paes, in Glückstadt zu Besuch. Ein persönlicher Eindruck ist eben durch nichts zu ersetzen.

sportstation

Sichtlich beeindruckt zeigte sich die Vorstände der Bürgerstiftung VR Bank in Holstein, Stefan Witt und Uwe Augustin bei ihrem Besuch. Uwe Augustin meint: „Weltklasse! Wie Kinder, ohne es zu merken, zur Bewegung motiviert werden und mal eben 1,5 Kilometer laufen, nur durch die Animation der sportstation.“

Immer wieder warten die Kinder der 4. Klasse auf das Startsignal, das ihnen ein kleiner Kasten auf einem Hocker stehend gibt, ziehen links oder rechts an ihm vorbei, joggen oder spurten oder drehen im Slalom eine Runde, bevor sie noch einmal nahe an ihrem nagelneuen Sportgerät ins Ziel laufen, damit dieses auch erfassen kann, dass der Durchgang beendet ist. Auf dem Display werden Kinder gleich mit Sternen belohnt – je nachdem, wie gut sie die gestellte Aufgabe gemeistert haben, sind das bis zu fünf Stück. Noch eine Runde – das geht noch besser! „Da entsteht ganz schnell eine Dynamik“, weiß Wolfgang Alexander Paes, der Entwickler des Geräts zu berichten. Zur Plattform sprinten, dreimal draufklopfen und im Slalom zurück: Was die Kinder im Sportunterricht oft nicht so gerne mögen, wird mit der sportstation zum Abenteuer – Die Kinder brauchen 15  Minuten um alles zu verstehen, und sind dann nicht mehr zu halten.

„Wenn ich könnte, würde ich mir am liebsten eine eigene sportstation kaufen!“, war es von einem der aktiven Schüler*innen bei der Vorführung zu hören, “Supercool!“

Sterne, ein Hase für zu schnell, eine Schildkröte für zu langsam: Die Anzeigen auf dem Display sind so gestaltet, dass man nicht erst eine theoretische Einführung braucht, bevor man zur Tat schreitet – oder eben läuft. Natürlich müssen die Kinder das Prinzip erst einmal erlernen, bevor sie es gut finden. Nach den ersten Erfolgen lässt der oft ungeahnte Sportsgeist allerdings nicht lange auf sich warten. Auch Inklusionsschüler*innen können gut bei dieser Art „Sport“ integriert werden.

Viola Lange, Lehrerin an der Bürgerschule Glückstadt und Mit-Initiatorin des Projekts vor Ort, bestätigt: „Die Schüler können es selber nutzen und als Lehrerin hat man Zeit für die Kinder, die mehr Aufmerksamkeit benötigen. Ich finde, jede Schule sollte eine sportstation haben und wir sollten auch die Vereine begeistern und ein solches Angebot auch in die Vereinswelt bringen.“

Aber wie erkennt das nagelneue Sportgerät überhaupt, wer wie lange bis wohin und wieder zurückläuft? Das funktioniert über Laser, die Start und Zieleinlauf erfassen. So erklärt sich auch der recht hohe Preis für das an sich unscheinbare Gerät. Das Projekt sportstation wird mit einem mittleren vierstelligen Förderbetrag von der Bürgerstiftung VR Bank in Holstein unterstützt. Außerdem erfährt das Projekt vor Ort von der Schulleitung Heike Schütz-Malinowski, große Unterstützung. Innovation steckt nicht nur in der Technik, sondern auch in der Programmvielfalt. Der kleine Computer ist für alle Sportarten angepasst, für alle Altersgruppen und kann, wenn etwa der Sportlehrer eine Idee für ein Spiel hat, problemlos um dieses erweitert werden.

Für Bettina Fischer von der Bürgerstiftung VR Bank in Holstein ist die Begeisterung der Kids sowie deren Ausdauer beim Laufen zu sehen, die größte Freude. “Ich war sofort von diesem Projekt überzeugt und dafür, es in die Schulen in unserem Geschäftsgebiet zu bringen. In diesen herausfordernden Zeiten fördern wir insbesondere Projekte, die auf die Bedürfnisse und Erfordernisse von Kindern eingehen, ganz besonders gerne. Alle Kinder werden animiert, mit zu machen, unabhängig von deren Fitness.“

Es soll nach dem erfolgreichen Start in Glückstadt weitergehen. „Wir arbeiten an einem Konzept, dass es mehr Schulen und Vereinen ermöglichen soll, sich eine sportstation anzuschaffen“, so Uwe Augustin, “Durch die Mittel der Bürgerstiftung VR Bank in Holstein allein ist das nicht zu stemmen. Wir sind zuversichtlich, dass wir dazu schon bald mehr sagen können.“

Bis dahin erlaufen sich die Schüler*innen der Bürgerschule Glückstadt erst einmal viele weitere Sterne.


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